Über mich

Ich glaube. Ich bin Christ. Das ist für mich keine Frage.
Die Fragen beginnen danach: Was bedeutet dieser Glaube heute? Wie sieht eine Kirche aus, die ihn ehrlich lebt? Was muss Theologie leisten, damit Glaube nicht zur Formel erstarrt?

Ich bin Theologe, weil ich mit einfachen Antworten unzufrieden war. Aufgewachsen in der Kirche schon als kleines Kind und ehrenamtlich in ihr verwurzelt seit meiner Jugend. Ich bin zur Theologie, zur Verkündigung berufen. Theologie habe ich an drei Orten studiert: an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal (2014-2016), an der Universität zu Köln (2016-2022) und schließlich an der Universität Bonn (2022-2026). Im März 2026 habe ich das Erste Theologische Examen bei der Evangelischen Landeskirche im Rheinland bestanden. Parallel dazu war ich wissenschaftlich tätig — als Studentische Hilfskraft im DFG-Forschungsprojekt Resilienz in Religion und Spiritualität (2019-2022) und als Wissenschaftliche Hilfskraft im Fachbereich Religionspädagogik der Evangelisch-Theologischen Fakultät Bonn (2025-2026).

Ich habe lange ehrenamtlich in der Evangelischen Kirchengemeinde Opladen (2009-2026) und im Kirchenkreis Leverkusen (2018-2026) gearbeitet. Seit April 2026 bin ich Vikar in der Evangelischen Friedenskirchengemeinde Troisdorf. Wie der Verkündigungsauftrag zur Theologie gehört, so gehört auch der Bildungsauftrag zu ihr. Letzteren habe ich auch in der Schule gelebt: Nach dem Bachelorabschluss in Evangelischer Religionslehre habe ich als Vertretungslehrer an einer Grundschule (2023-2026) gearbeitet. Der Religionsunterricht ist dort der Ort, an dem religiöse Bildung auf die Lebenswelt und Fragen von Kindern trifft.

Theologie denke ich von der Tradition her, aber auf die Gegenwart hin. Es geht nicht darum, Bewährtes zu verwalten, sondern herauszustellen, was noch trägt. Dazu denke ich Theologie immer auch in Verbindung mit anderen Wissenschaften: mit dem Anspruch, die eigenen Voraussetzungen transparent zu benennen. Theologien müssen ihre eigenen Positionen selbstbewusst vertreten können – meine eigene Position soll deshalb geprüft sein an den stärksten Argumenten und Einwänden verschiedener theologischer Couleur. Ich verorte meine Arbeit in theologischen Traditionen, aber lasse mich auch durch gegenwärtige geisteswissenschaftliche Erkenntnisse schulen. Lautes Beharren auf starren Prinzipien oder dem eigenen Empfinden, das als göttlicher Wille dargestellt wird, führt zu schlechter Theologie. Eine theologische Position muss sich hinterfragen lassen, um zu sich selbst zu finden. Das ist für mich der Kern wissenschaftlichen und kritischen Theologietreibens.
Die Fragen, die mich antreiben, finden sich in meinem Blog — denn Theologie gehört nicht in die Studierstube, sondern geteilt für und mit anderen.